TSELKOV Oleg - Öl auf Leinwand, 1995
TSELKOV Oleg (1934–2021)
Kopf mit einer Gabel
Öl auf Leinwand
Unten rechts signiert. Auf der Rückseite beschriftet, signiert und mit „1995“ datiert.
60 x 120 cm.
Herkunft: Privatsammlung, Luxemburg
Sachverständige: Ekaterina Nikolaeva-Tendil
Expertin für russische Kunst
+33 (0)6 52 33 90 42
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Oleg Tselkov wurde 1935 in Moskau geboren und zählt zu den bekanntesten russischen Nonkonformisten der 1960er Jahre (Eric Bulatov, Oscar Rabin, Oleg Kulik und andere). In den 1970er Jahren begann er, seine Werke in Europa auszustellen. Im Jahr 1977 musste Tselkov unter dem Druck der sowjetischen Machthaber die UdSSR endgültig verlassen und sich in Frankreich niederlassen. Er betrachtete seine Ausreise aus der UdSSR nie als Tragödie, sondern vielmehr als Chance, sich der internationalen Kunstszene zu öffnen. Sein Stil, der unter dem Einfluss der Avantgardisten (K. Malewitsch, W. Kandinsky, P. Kontschalowski) geprägt wurde, zeichnete sich bereits in den 1970er Jahren deutlich ab. Ohne seine Kunst zu einem Mittel im Kampf gegen die UdSSR machen zu wollen, wandte er sich bald internationalen Künstlern wie Francis Bacon oder Alberto Giacometti zu, die ihn stark beeinflussten. Im Zentrum von Oleg Tselkovs Kunst steht eine wiederkehrende Figur, die in Form einer weißen Maske dargestellt wird. Er beschäftigte sich sein ganzes Leben lang mit dieser Figur und ihren Masken-Gesichtern. Die folkloristischen und traditionellen, aber dennoch auffälligen Farben – „Farben müssen töten, direkt zwischen die Augen treffen“, sagte Tselkov – machten seine Gemälde unverkennbar. In den 1990er Jahren, als die hier gezeigten Gemälde entstanden, spielte Oleg Tselkov bereits eine wichtige Rolle in der zeitgenössischen Kunst Europas und war bei zahlreichen internationalen Sammlern sehr gefragt.
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